
Hallo an Alle,
vor dem neuen Jahr wollten wir nochmals ein paar ehrliche und herzliche Worte hier auf unserer Seite hinterlassen.
Ein langes und ereignisreiches Jahr 2010 geht für uns zu Ende. Viele Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken bleiben…. Zuhause in unserer kleinen „normalen“ Welt fällt es uns noch oft schwer, uns zurecht zu finden. Dem alltäglichen Chaos sind wir wohl offensichtlich noch nicht wirklich gewachsen. In unserer anderen Welt im Klinikalltag haben die Uhren so anders getickt: Wir waren getrimmt von Ärzten und Blutwerten. Man funktioniert dort einfach; denkt oft nicht nach; man läuft nur auf Schienen.
Die Welt hat sich für uns verändert – wir haben uns verändert. Wir als Eltern durften von Luis im vergangenen Jahr so unglaublich viel lernen. Die Wertig- und Wichtigkeit hat sich gewandelt: Den Tag so anzunehmen wie er kommt und immer in der Gegenwart zu leben. Solche Dinge waren für uns bislang schwer zu leben. So oft waren wir mit Luis in bangen Situationen. Wir wussten doch oft nicht, wie stark er ist und ob er die lebensbedrohlichen Situationen übersteht. Unsere Ansicht zum Glauben hat sich dadurch auch sehr stark verändert.
Heute wissen wir, dass Luis den Weg bis hierher nicht geschafft hätte, wenn wir ihn nicht von Anfang an von zwei Heilern, die auch als Engelstherapeuten arbeiten, hätten begleiten lassen. Den Sinn seiner Krankheit zu erkennen, diesen anzunehmen und daraus neue Kraft zu schöpfen war eine große Herausforderung für uns. Die Anfangstherapie, die häufigen Zwischenkomplikationen und schließlich die Transplantation wären uns ohne diese helfenden Hände niemals gelungen. Während der extrem belastenden Therapie haben sie vor allem die Organe von Luis geschützt, die in solch einer Behandlung nicht selten schwere Schäden davontragen. Für die Ärzte war der positive Verlauf der Transplantation kaum zu Glauben – ein Wunder für sie ……
Oft war diese wärmende und beruhigende Engelsenergie im Zimmer von Luis so sehr zu spüren; der Raum hat sich mit Ruhe gefüllt. Die Ärzte und Schwestern sind oft ohne besonderen Anlass zu uns gekommen, weil sogar sie eine beruhigende und sanfte Energie zu spüren bekamen – unwissentlich warum….
Die Klinik haben wir als unheilbar verlassen. Eine Heilung war aus schulmedizinischer Sicht nicht zu erwarten, da die Rückfallerkrankung ein Beleg für die nahezu aussichtslosen Heilungschancen ist. Es sind nun über vier Monate vergangen. Heute, kurz nach Weihnachten, stehen die Ärzte in München vor einem Rätsel. Das Blutbild ist stabil – keiner hätte es dort so erwartet…
Angekommen zuhause war es unseren Heilern nun auch endlich möglich, den Körper langsam zu entgiften. Die Hochdosis-Chemo und unzählbar weitere Medikamente haben ihre Spuren hinterlassen.
Uns liegt es sehr am Herzen, dass viele Mithoffer von Luis wissen, dass wir durch unsere begleitende Therapie in allen lebensbedrohlichen Situationen (bei Luis) große Hilfe fanden. Die Fragen nach dem WARUM fanden dann Antworten, welche man zwar gerne im ersten Anschein nicht annehmen möchte, dann aber so deutlich werden und uns unseren Lebensweg aufzeigen.
Seit unserer Entlassung denke ich oft an die anderen Kinder in der Klinik zurück. Wie viele sind dort wohl gerade? Was belastet sie und Ihre Eltern? Ein Gedanke der bleibt, doch vielleicht können auch wir als Eltern von Luis für irgendjemand da Draußen ein Funke Hoffnung sein, dem wir durch unsere Erfahrungen Mut machen möchten, begleitend andere Wege gehen zu können. Kürzlich hat mich im Fernsehen ein Bericht zu alternativen Heilmethoden erreicht. Sehr interessant, wie wach doch hier viele Kliniken schon geworden sind. Ich denke, es ist viel im Umbruch in unserer Welt.
Welchen Weg Luis gehen wird? Wir werden es sehen und mit Freude erleben!!!!
Wir wünschen Euch von Herzen ein mit Freude und Glück erfülltes Jahr 2011. Möge Euch jeder Tag ein wertvoller Gedanke geschenkt werden!!!
Eure Ursula